ARB

ARB – Allgemeine Reisebedingungen

Zu rundum gelungenen Reisen gehören in beiderseitigem Interesse auch klare rechtliche Regeln und Bedingungen. Sie sollten diese unbedingt lesen, bevor Sie buchen, denn mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie nachfolgende Bedingungen als Bestandteil des mit uns abgeschlossenen Reisevertrages an. Veranstalter ist der Regionalverband der Arbeiterwohlfahrt Bad Doberan e.V., nachfolgend AWO genannt.
1. Anmeldung und Vertragsabschluss

Unseren Reisen kann sich grundsätzlich jedermann buchen, sofern für das jeweilige Angebot keine Teilnahmebeschränkung nach Alter angegeben ist. Mit der Anmeldung wünschen Sie verbindlich den Abschluss eines Reisevertrages. Die schriftliche Anmeldung sollte auf dem Vordruck des Veranstalters aus dem aktuellen Reisekatalog bzw. im Internet vorgenommen werden. Bei Minderjährigen ist die Anmeldung vom Personensorgeberechtigten zu unterschreiben. Der Reisevertrag ist zustande gekommen, wenn die Anmeldung von der AWO schriftlich bestätigt worden ist. Mit der Reisebestätigung erhalten Sie den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungsschein. Mündliche Absprachen sind unwirksam, solange sie nicht schriftlich bestätigt worden sind. Mit seiner Unterschrift erklärt sich der Vertragspartner (gesetzlicher Vertreter) damit einverstanden, dass eine unterschriebene Teilnehmerliste an das Landesamt für Gesundheit und Soziales weitergeleitet werden darf, um Fördermittel, mit denen die Teilnehmerbeiträge reduziert werden, zu erhalten und das Fotos des Reiseteilnehmers zu Präsentationszwecken unserer Reise insbesondere im Reisekatalog/Internet abgedruckt bzw. veröffentlich werden dürfen.
2. Leistungen
Maßgeblich für den Inhalt des Reisevertrages sind allein die Reiseausschreibung und die allgemeinen Informationen zu unseren Reisen im aktuellen Katalog, diese ARB, und die schriftliche Reisebestätigung. In der Regel beinhaltet der Reisepreis die Betreuung, Unterbringung, Halbpension oder Vollverpflegung und Programmgestaltung. Änderungen oder Abweichungen einzelner Leistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die von der AWO nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind. Falls der Reiseteilnehmer gebuchte Leistungen nicht in Anspruch nimmt oder auf sie verzichtet, ergibt sich hieraus kein Anspruch auf Erstattung gegen die AWO. Insoweit bleibt auch jegliche Haftung durch die AWO ausgeschlossen.
3. Zahlungsbedingungen
Mit Erhalt der Reisebestätigung, die als Rechnung gilt, wird eine Anzahlung in Höhe von mindestens 85,-€ innerhalb von 14 Tagen fällig. Die Restzahlung ist bis spätestens 6 Wochen vor Reisebeginn auf das in der Reisebestätigung genannte Konto fällig. Bei kurzfristigen Vertragsabschlüssen ist der Reisebetrag sofort fällig. Die Reiseunterlagen von den Reisen der AWO, werden laut ihrer Anmeldung per Post oder Mail mit der Reisebestätigung/Rechnung verschickt. Bitte heben Sie die Unterlagen sorgfältig auf. Bei anderen Reiseveranstaltern werden die Reiseinformation ca. 14 Tage vor Beginn der Reise zugeschickt. Das Teilnehmerblatt übergeben Sie den Betreuern bitte bei Anreise. Abweichende Zahlungsbedingungen bei Sprachreisen.
4. Rücktritt des Teilnehmers
Der Teilnehmer bzw. die Schulklasse kann jederzeit vor Beginn der Reise zurücktreten. Das sollte aus Gründen der Beweissicherheit schriftlich getan werden. Die Rücktrittsmeldung wird wirksam an dem Tag, an dem sie bei der AWO eingegangen ist. Tritt ein Reiseteilnehmer vom Reisevertrag zurück oder aber tritt er, ohne vom Reisevertrag zurückzutreten, die Reise nicht an, kann die AWO eine angemessene Entschädigung für die getroffene Reisevorbereitung und für unsere Aufwendungen verlangen
– bis 42 Tage vor Reisebeginn 20% des Reisepreises
– ab 42 bis 15 Tage vor Reisebeginn 40% des Reisepreises,
– ab 15 Tage bis 1Tag vor Reisbeginn 80% des Reisepreises,
– am Abreisetag 90% des Reisepreises.
Die Berechnung der Pauschalsätze berücksichtigt die gewöhnlich ersparten Aufwendungen und die gewöhnlich anderweitige Verwendung der Reiseleistungen. Dem Teilnehmer bleibt es freigestellt nachzuweisen, dass der Aufwand der AWO geringer ausfällt als die angegebenen Pauschalsätze. Die Nichtzahlung fälliger Beträge ersetzt keineswegs die Rücktrittserklärung. Bei Klassenreisen betragen die Kosten für den Rücktritt eines einzelnen Reiseteilnehmers mit Vertragsabschluss 70%. Dies ist mit den Besonderheiten der Reisepreiskalkulation für Klassenreiseangebote begründet.
5. Umbuchung, Ersatzperson
Eine Änderung/ Umbuchung der Reiseanmeldung hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart ist bis zu drei Wochen vor Reisebeginn möglich. Für Umbuchungen, sofern ihre Durchführung möglich ist, berechnet die AWO eine Gebühr in Höhe von 25,- €. Bis zum Beginn der Reise kann sich der Teilnehmer in Absprache mit der AWO durch eine geeignete Ersatzperson vertreten lassen, wenn dem nicht besondere Gründe entgegenstehen. Hierfür wird eine Bearbeitungsgebühr von 10,- € berechnet.
6. Mindestteilnehmerzahl
Die AWO kann bis 3 Wochen vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten, wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, die in der jeweiligen Reiseausschreibung angegeben ist. Eine entsprechende Mitteilung muss dem Teilnehmer bis spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Der bereits gezahlte Reisepreis wird im vollen Umfang erstattet. Die AWO ist bemüht, ein Ersatzangebot zu machen. Weitere Ansprüche des Teilnehmers entstehen durch die Absage nicht.
7. Ausschluss
Der Veranstalter erwartet, dass der Teilnehmer sich in die Gruppengemeinschaft einfügt, den Weisungen der Betreuer Folge leistet und die Sitten und Gebräuche des Gastlandes respektiert. Wenn sich ein Teilnehmer trotz Abmahnung durch den Veranstalter oder seine Beauftragten nicht als gemeinschaftsfähig erweist, nachhaltig stört, das Miteinander in der Gruppe unzumutbar beeinträchtigt, die Gruppengemeinschaft gefährdet, oder gegen die Gesetze und Sitten und Gebräuche des Gastlandes grob verstößt, kann der Veranstalter ihn von der weiteren Reise ausschließen und den Teilnehmer nach Hause schicken. Dem Ausschluss geht in der Regel eine Abmahnung voraus, es sei denn, das Verhalten des Teilnehmers ist derart unverantwortlich, dass trotz der Aufsicht des Veranstalters eine erhebliche Gefährdung des Teilnehmers selbst oder anderer beteiligter Personen eintreten kann. Entstehende Kosten gehen zu Lasten des Teilnehmers beziehungsweise der Personensorgeberechtigten.
Bei Minderjährigen gehören dazu auch die Kosten für eine Begleitperson, einschließlich der Kosten für den Rücktransport der Begleitperson zum Ferienort.
Ein Anspruch auf Erstattung des Reisepreises besteht in diesem Fall nicht, zu groben Verstößen gehören auch Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz betreffs Alkohol- und Nikotinmissbrauchs und der Besitz oder der Konsum von illegalen Drogen jeglicher Art.
8. Haftung
Die AWO haftet als Veranstalter von Reisen im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für die gewissenhafte Reisevorbereitung, die sorgfältige Auswahl der Leistungsträger und die Richtigkeit der Reisebeschreibung.
9. Haftungsbegrenzung und Haftungsausschluss
9.1. Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Änderungen von Angaben in den Reiseprospekten bleiben ausschließlich der AWO vorbehalten. Für Druckfehler und Irrtümer kann keine Haftung übernommen werden.
9.2. Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadenersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Veranstalter maximal in der Höhe des dreifachen Reisepreises.
9.3. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sport-, Theaterveranstaltungen, Ausstellungen usw.) und die in der Reiseausschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet werden.
9.4. Ein Schadensanspruch gegen den Reiseveranstalter ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Abkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist.
10. Teilnehmerhaftung im Schadensfall
Der Teilnehmer haftet für einen durch ihn während der Reise verschuldeten Schaden. Schadensersatzforderungen des Geschädigten gegen den Reiseteilnehmer werden in der Regel an den Veranstalter abgetreten, somit haftet der Teilnehmer diesem gegenüber. Eine private Haftpflichtversicherung zur Deckung solcher Schäden ist in jedem Fall empfehlenswert.
11. Mitwirkungspflicht
Jeder Reiseteilnehmer ist verpflichtet, bei Leistungsstörungen alles ihm zumutbare zu tun, damit der evtl. entstehende Schaden möglichst gering gehalten beziehungsweise die Störung behoben werden kann. Sollte wider Erwarten Grund zur Beanstandung bestehen, muss er sich an Ort und Stelle unverzüglich an unsere Reiseleitung bzw. an die von der AWO Beauftragten wenden und Abhilfe verlangen. Reiseleiter sind nicht befugt, im Namen der AWO rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben, sind aber ausdrücklich beauftragt, für die Behebung evtl. Mängel Sorge zu tragen.
12. Außergewöhnliche Umstände
Wird die Reise nach Vertragsabschluss in Folge nicht vorhersehbarer außergewöhnlicher Umstände(z.B. Krieg, Naturkatastrophen, Streik oder ähnlich schwerwiegende Vorfälle) erheblich erschwert, so können sowohl der Reiseteilnehmer als auch der Veranstalter den Reisevertrag kündigen. Die AWO wird bei Vorliegen eines Absagegrundes die Teilnehmer unverzüglich benachrichtigen und den Reisepreis zurückzahlen. Die AWO kann jedoch für bereits erbrachte Leistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Sie können die Teilnahme an einer gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn die AWO in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis anzubieten. Sie haben dieses Recht unverzüglich geltend zu machen. Erfolgt die Kündigung nach Antritt der Reise, wird die AWO die erforderlichen Maßnahmen treffen, insbesondere die Reiseteilnehmer zurückbefördern.
13. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften
In der Reiseausschreibung bzw. mit der Buchungsbestätigung weist die AWO auf die zum Buchungszeitraum geltenden Bestimmungen in den Bereichen Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheit hin. Änderungen der genannten Bestimmungen gibt die AWO bis zum Abreisetag nach Kenntnisnahme schriftlich bekannt. Für die Einhaltung dieser Vorschriften ist der Teilnehmer bzw. der gesetzliche Vertreter selbst verantwortlich. Die AWO übernimmt keine Haftung für die Nachteile, die sich aus der Nichtbeachtung obiger Vorschriften ergeben. Visakosten sind grundsätzlich nicht im Reisepreis inbegriffen.
Informationen zum Infektionsschutzgesetz finden Sie auf unserer Internetseite unter www.awo-jungesreisen.de, bzw. kann von uns als Fax oder per Post angefordert werden. Mit der Unterschrift der/des Erziehungsberechtigten auf unserem Teilnehmerblatt bestätigen Sie die Kenntnisnahme dieser gesetzlichen Forderung.
14. Ansprüche aus dem Reisevertrag
Der Vertragspartner muss Ansprüche aus dem Reisevertrag innerhalb eines Monats schriftlich nach dem vereinbarten Reiserückkehrdatum beim Reiseveranstalter geltend zu machen. Schuldhaft verspätet angemeldete Ansprüche können nicht berücksichtigt werden.
15. Allgemeines
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages oder der Allgemeinen Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.
16. Gerichtsstand
16.1. Der Vertragspartner kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
16.2. Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Vertragspartner ist der Wohnsitz des Vertragspartners maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, oder gegen Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgebend.
17. Datenschutz
Die zur Bearbeitung der Reisebuchung und zur Durchführung der Reise erforderlichen Daten werden von der AWO an zentraler Stelle gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben, außer die Weitergabe an Leistungsträger ist zur ordnungsgemäßen Reisedurchführung notwendig.

Stand: Januar15